Schweigt still die Nacht (Brenna Yovanoff)

Mittwoch, 08.02.2017

Schuhe aus, Füße hoch!  Probleme, Termine – Termine, Probleme! Diagnose: Realitätsüberfluß. Wenn es mir so ergeht, stecke ich meine Nase am Liebsten in ein Fantasy Buch. Abtauchen in eine besondere Geschichte, fern ab von dem was man kennt. Ein leichter Grusel darf auch dabei sein? Bitteschön, hier kommt so ein Schätzchen:

Schweigt still die Nacht (Brenna Yovanoff)

Mackie Doyle ist ein Freak! Da sind sich alle Schulkameraden einig, er ist immer derjenige der am Boden kniet, den Kopf zwischen den Beinen wenn ein anderer Nasenbluten hat. Aber es ist nicht der Anblick des Blutes der Mackie Übelkeit bereitet. Es ist das Eisen – und das war schon immer so. Eisen ist einfach überall, in Autos,  Küchengeräten, Besteck – da ist es meist vermischt mit anderen Metallen wie Chrom oder Nickel. Diesen Schmerz, der dann einsetzt wenn Mackie Metall berührt den kann er aushalten. Das Eisen im Blut anderer aber ist anders …

Emma Doyle, seine große Schwester, erzählt ihm immer wenn er nachts nicht schlafen kann und sich in ihr Zimmer schleicht, diese eine Geschichte. Sie schwört, dass sie wahr ist und Mackie glaubt ihr.

Sie ist noch ein kleines Mädchen, als in der Nacht des Fenster zu ihrem Zimmer aufgeschoben wird. Ihr kleiner Bruder, das Baby, liegt in der Wiege und weint, es ist ängstlich. Der hagere Mann, mit dem langen schwarzen Mantel, der durch das Fenster kommt, das Baby greift und mitnimmt. Still, lautlos verschwindet er durch das Fenster so wie er gekommen ist. Emma steht auf, tappt im Dunkeln auf die Wiege zu, steckt ihre kleine Hand durch die Gitterstäbe – das Ding das jetzt in der Wiege liegt kriecht auf sie zu. Das ist nicht ihr Bruder – das ist Mackie … Willkommen in Gentry!

„Ich liebe diese schöne, schaurige Geschichte über das Hässliche. Lasst sie euch vorlesen, nein, vorflüstern. Am besten, wenn es dunkel ist.“ So Maggie Stiefvater, selbst erfolgreiche Autorin über den Debüt Roman von Brenna Yovanoff. Das kann ich uneingeschränkt unterschreiben. Der Grusel in der Geschichte ist wohl dosiert, die Sprache für ein Jugendbuch seht gut eingesetzt. Vor allem aber ist es Mackie als Figur die etwas ganz besonderes hat. Es geht um Wurzeln, wo kommen wir her, wo gehen wir hin, was macht uns aus, darum sich seinen Dämonen stellen zu müssen …

 

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1 Kommentar zu „Schweigt still die Nacht (Brenna Yovanoff)“

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