Britt-Marie war hier (Fredrik Backman)

Samstag, 21.01.2017 – Fußball ist soviel mehr!

Unser Leben ist voll von Veränderungen. Egal ob wir beim Einkaufen unsere Lieblingsmarmelade nicht mehr finden, es unser gewohntes Shampoo jetzt mit neuem Duft gibt (aber mal ehrlich, der neue ist doch wirklich Mist!). Richtig dick kommt es dann, wenn es in Beziehungen kriselt, zu Freunden, den Eltern oder Geschwistern, dem Partner …

Einer meiner Lieblings-Buchheldinnen ging es auch so. Vielleicht kennt Ihr sie schon, falls nein, hier kommt Britt-Marie:

Glücklich war sie mit ihrem Kent, sie hielt ihm den Rücken frei, putzte, kochte und rödelte für seinen Erfolg. jetzt ist sie sechzig (echt?) und da kommt die Eröffnung wie ein Schlag in die Magengrube. Er hat eine Andere, na klar eine Jüngere! Britt soll ausziehen mitsamt ihrer Balkonpflanzen und steht buchstäblich vor dem Nichts. Gearbeitet hat sie ja nie, außer für Kent’s Wohlergehen und jetzt braucht sie genau das dringend: Einen Job.

Die junge Frau auf dem Arbeitsamt scheint nicht zu verstehen, wie ernst es ihr damit ist, sie reagiert genervt auf die pedantisch wirkende Frau die da, die Handtasche fest umklammert vor ihrem Schreibtisch steht. Und dann doch ein Angebot: Hausmeisterin in einem Jugendzentrum? Wo soll das sein? In Borg. Wo bitte ist denn Borg? Ein Kaff irgendwo in Süd-Schweden, das aus der Zeit gefallen zu sein scheint.Kaum angekommen wird Britt angeschossen – von einem Fußball …

Britt kämpft mit sich und ihrem Putzzwang (… bloß nicht auf den Boden weinen, das gibt Flecken.), vorlauten Kids die wie sie irgendwie abgehängt worden sind, und wird sogar Fußballtrainer. Neue Freunde, der Ex dem dann doch Zweifel kommen und Britt-Marie die aufräumt bis der Arzt kommt. Mein Herz hat sie dabei im Sturm erobert, jedes Wort habe ich ihr geglaubt, mit ihr gelacht, geweifelt und geweint. So!

Frederik Backmann, Schwede, Ex-Gapelstaplerfahrer, Familienvater und Autor hat sich mit seinem Debütroman „Ein Mann namens Ove“ auch in die Herzen der deutschen Leser geschrieben. Meine erste Lesebegegnung mit ihm war „Oma läßt grüßen und sagt es tut ihr leid“. Schon diesen Roman, seinen feinsinnigen Humor, sein Talent Herzen zu berühren habe ich geliebt – und dann kam Britt-Marie. Schön das sie hier war …

Auch diese Geschichte habe ich mir vorlesen lassen und genossen, wieder Heikko Deutschmann, auch diesmal trifft er einfühlsam den richtigen Ton. Viel Spaß Euch!

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