Ein ganzes Leben (Robert Seethaler)

Donnerstag, 26.01.2017

Vor mir liegt ein neuer Tag, der mit Leben gefüllt werden will. Mit leichten Startschwierigkeiten hab ich ihn heute angetreten. Nebel zieht draußen auf, besser gleich im Bett bleiben? Klingt verlockend, ist aber keine Option. Mit der letzten Tasse Kaffee vor meiner Spätschicht grüble ich rum, meine Gedanken bleiben an einem Roman hängen, der einen schnell wieder einfängt, wenn man in unserer heut so bequemen Welt das Jammern kriegt:

Ein ganzes Leben (Robert Seethaler)

Es ist im Februar 1933, als Andreas Egger den sterbenden Ziegenhirten Johannes schultert und ihn drei Kilometer weit über einen tief verschneiten Bergpfad ins Dorf hinunter trägt.

Dort kommen die beiden aber nicht gemeinsam an, der „Hörnerhannes“ springt, obwohl halbtot von seinem Buckel und verschwindet in der Dunkelheit …

Robert Seethaler ist aus dem Stand zu einem meiner Lieblingsautoren geworden. Diesen kleinen, feinen Roman über das Leben in einem Dorf in den Alpen, voller Entbehrungen und ohne große Errungenschaften der Neuzeit finde ich großartig! Die Figur des Andreas Egger macht eindrücklich klar, das das Glück in den kleinen Dingen liegt. Die Genügsamkeit mit der seine Hauptfigur alle Übel annimmt, hat mich tief beeindruckt. Hätte ich doch an manchen Tagen nur ein kleines bischen mehr von Andreas Egger …

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